In Zeiten unendlicher Optionen begreifen wir Wohnen ganz bewusst als Wiedereroberung von überliefertem Wissen und Können. identity knowing + making zeigt, wie zukunftsfähig eine solche Besinnung auf Bewährtes sein kann: Gestalter und Designer nehmen sich die Natur zum unmittelbaren Vorbild und verleihen unserem Zuhause eine unverfälschte Identität. So einfach und pur wie noch nie. Ursprünglich und archaisch dürfen sich Materialien, Möbel und Oberflächen jetzt anfühlen. Produkte aus handwerklicher Herstellung, lokal oder zum Beispiel in kleiner Auflage gefertigt, drücken Wertschätzung für überlieferte Kenntnisse und Traditionen aus. Alternative Materialien und naturbelassene Farbthemen betonen die tiefe Verbundenheit mit unserem Zuhause.
0 Archive stilbüro bhp
1 Lapala by Lievore Altherr Molina for Expormim
2 Shards by Lea Schücking & Leya Bilgic
3 Ishime ceramic by Time & Style
4 Napkin by LinenMe
5 Pulp Paper Bin by ferm Living
6 Casa quattro by LCA architetti [luca compri architetti];
www.lcarchitetti.com, photo Simone Bossi
7 Donabe by Nagatani-En, Jinen Store
8 The Table Knife Project by Mermelada Studio for Florentine knives
9 L’Ecoucheur by Pauline Esparon, photo Stéphane Ruchaud
10 Weisswald by Moya Birchbark
11 Refugios by Rita Soto
12 Brooch Folds of memory by Rita Soto
13 Forma by Laura Bilde for Holmegaard
14 Kartta by Santtu Mustonen for Iittala
15 MushLume Hemi Pendant by Grown.bio, photo Denise Zwijnen
16 Bonfire by Studiopepe for Gallotti&Radice
17 Crackle by Kosta Boda
Die Palette von identity knowing + making verleiht unserem Zuhause eine naturhafte Atmosphäre. Es sind Farben, die sich ganz unverfälscht anfühlen. Assoziationen an erdige Böden, steinige Felsen sowie moosbewachsene Lichtungen werden wachgerufen. Geradezu ungefärbt erscheinen die neutralen Töne mit hellem Stein-Grau, Kreidekalk und einem dunklen, puristischen Grau-Ton. Regen-Blau, ein entsättigtes, helles Grün sowie dunkles Erdbraun liefern kühle Aspekte. Warm und trocken wirken ein starker Rost-Ton, eine warme, helle Holzfarbe und ein sanftes Flechten-Grün.
Mit insgesamt neun Farben bietet die Palette die Möglichkeit zu mehreren, eigenständigen Mikro-Farbthemen, die sowohl kühl als auch warm interpretiert werden können.
Die Palette von identity knowing + making verleiht unserem Zuhause eine naturhafte Atmosphäre. Es sind Farben, die sich ganz unverfälscht anfühlen. Assoziationen an erdige Böden, steinige Felsen sowie moosbewachsene Lichtungen werden wachgerufen. Geradezu ungefärbt erscheinen die neutralen Töne mit hellem Stein-Grau, Kreidekalk und einem dunklen, puristischen Grau-Ton. Regen-Blau, ein entsättigtes, helles Grün sowie dunkles Erdbraun liefern kühle Aspekte. Warm und trocken wirken ein starker Rost-Ton, eine warme, helle Holzfarbe und ein sanftes Flechten-Grün.
Mit insgesamt neun Farben bietet die Palette die Möglichkeit zu mehreren, eigenständigen Mikro-Farbthemen, die sowohl kühl als auch warm interpretiert werden können.
Gekonnt gefertigte und ressourcenschonende Materialien spielen eine Hauptrolle bei diesem Wohnthema. Texturierte und gewollt grobkörnige Oberflächen vermitteln ein ursprüngliches Gefühl und gewinnen so ganz eigene, taktile Qualitäten. Neben Baumwolle und Leinen kommen pflanzliche Fasern wie Hanf, Jute und Brennnessel zum Einsatz. Eine intensive Recherche ist hier der Schlüssel. Designer und Produktgestalter entdecken verloren gegangenes Wissen um regenerative Herstellungsmethoden und Kreislaufproduktion wieder oder entwickeln es weiter. Und sie kreieren Ästhetiken, die ihre Inspiration unmittelbar aus Musterungen und Strukturen der Natur schöpfen. Moose und Flechten, Felsen und Algen dienen als Vorbild für Textilien und Möbel.
Auch Holz, Keramik oder alternative Verbundstoffe zum Beispiel aus Produktionsresten, Verschnitt- und Abbruchmaterial passen zu einem naturbelassenen Zuhause. Höchste Produktqualität und eine gewollt archaische Ästhetik sind bei identity knowing + making kein Widerspruch: Minimales Design trifft hier auf handwerkliche Präzision, die Materialien erster Güte erschafft.
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1 Detail: L’Ecoucheur by Pauline Esparon, photo Stéphane Ruchaud
2 Gotland Cushion by Silkeborg Uldspinderi
3 Shards by Lea Schücking & Leya Bilgic
4 Toolbox No 5 by Aurélien Barbry for Ro Collection
5 Detail: Design by Nature by Front and Moroso, photo Andy Liffner
6 FCK Tableware by Frédérick Gautier for Serax
7 Detail: Kartta by Santtu Mustonen for Iittala
8 Detail: Casa quattro by LCA architetti [luca compri architetti];
www.lcarchitetti.com, photo Simone Bossi
9 Detail: Birch bark by Moya Birchbark, photo Clara Löffler
10 Detail: Kartio by Kaj Franck for Iittala
11 Crackle by Kosta Boda
Flora und Fauna bleiben zentral bei diesem Wohnthema. Ergänzt werden sie jetzt durch Myzel, das als pilzbasiertes Gewebe seit Jahrmillionen unter unserer Bodenoberfläche wächst. Ein unendlich regeneratives Material, dessen Potenzial von zahlreichen Designern, Produktentwicklern und Architekten geschätzt wird: Myzel ist zugleich wasserabsorbierendes und flammhemmendes Baumaterial, eine ökologische Alternative zu Verpackungsmaterial und sogar tierfreundliche Grundlage für biobasiertes Leder.
Auch der Manufakturgedanke gewinnt bei identity knowing + making noch stärker an Bedeutung. Der Schaffensprozess rückt in den Vordergrund. Nicht das Produkt allein interessiert uns, sondern auch die Art und Weise, wie es angefertigt wurde und wer es hergestellt hat. Viele Designer binden gezielt lokale Werkstätten ein. Handwerkliches Wissen erhält eine völlig neue Wertschätzung. Die Zeitspanne, die zur Schaffung eines Produkts nötig ist, wird zum eigenständigen Qualitätsmerkmal. Wir möchten den Dingen, mit denen wir uns umgeben, wieder mehr Beachtung schenken. Für ein Zuhause, mit dem wir uns ganz intuitiv verbunden fühlen.